Bibchip Newsletter
6. Annapurna Mandala Trail Run
Annapurna Mandala Trail Run
Eberhard Wagemann stellt sich dem Annapurna Mandala Trial Run. Ziele zu wählen, deren Erreichen sehr schwierig ist, und sie dann einfach anzugehen, gehört zu den stärksten, regenerierendsten, ermutigendsten Erfahrungen, die es gibt!
 
Der Annapurna Mandala Trail Run ist wohl der schwierigste und höchste Abenteuerlauf der Welt. Man läuft auf teilweise sehr steilen, schmalen Bergpfaden über 320 km, auf Höhen zwischen 800 m bis 5.416 m mit 12.500 Höhenmetern positiv und 15.830 Höhenmetern negativ rund um das Annapurna Massiv (8.091 m) im Herzen des Himalayas.
Die Temperaturen liegen zwischen +27°C und –30°C. Die 320 km müssen in acht Etappen absolviert werden. Zusätzlich müssen 100 km in drei Etappen zum Start am Annapurna Base Camp (4.150 m) zurückgelegt werden.
 
Dieser Wettkampf ist der Vorstellung des Mandalas nachempfunden:
Das Annapurna Massiv ist das Zentrum. Die Pfade vom Annapurna Base Camp nach Besi Sahar bilden den Ring. Da der Läufer nicht unsterblich ist, wird der Kreis in diesem Sinn nicht geschlossen.
 
Der Spirit und die Herausforderung dieses Wettkampfes ist, dass alles auf das Wesentliche und auf seine einfachsten Formen reduziert wird. Der Rucksack ist das einzige Hilfsmittel. Die gesamte Ausrüstung – wie Schlafsack, Kleidung – muss der Teilnehmer im Rucksack selbst über die gesamte Distanz mittragen. Bei jeder Etappe ist der Teilnehmer in Eigenversorgung mit Nahrung und Wasser und nach Karte/Kompass unterwegs. Zur Pflichtausrüstung gehören unter anderem eine Notrakete, Kompass, Erste-Hilfe-Ausrüstung, diverse Pflichtmedikamente, Karabinerhaken, Seil und Steigeisen. Auch der Abschluss einer Hubschrauber-Bergungs-Versicherung ist vorgeschrieben. Aus Sicherheitsgründen werden weltweit nur 40 Teilnehmer von der nepalesischen Regierung zugelassen.
 
Geschlafen wird in Zelten, die jeweils an den Etappen-Zielen von Einheimischen aufgestellt werden. Für die einzelnen Etappen gibt es Zeitvorgaben, die eingehalten werden müssen. Sonst erfolgt der Ausschluss vom Wettkampf.
 
Die Schwierigkeiten des Berg-Trails liegen vor allem in den widrigen Umweltbedingungen – Kälte, Hitze, Wind, Schnee, Höhe –, der Orientierung, den eigenen Ängsten und darin, dass man den Rucksack mit etwa 11 kg auf dem Rücken trägt und dabei läuft.
 
Jeder Laufschritt hängt somit von der eigenen mentalen Kraft ab.
 
Wir wünschen Dir lieber Eberhard auch zu diesem Lauf alle Kraft und Leidenschaft. Unser mandigo und bibchip team drücken Dir die Daumen.
© mandigo
by schrittmacher